Zum Zelten braucht man ja auch zwangsläufig eine Zelt. Da wir unsere Familie ja verdoppelt hatten, musste auch ein neues Zelt her. Zudem wird sich auch in den kommenden Jahren die Art wie und wo wir Zelten zwangsläufig verändern. Vieles ist jetzt so nicht mehr möglich oder nur noch sehr Eingeschränkt. Aber kommen wir zu den Zelten.

Ein 100% perfektes Zelt wird es sicher nirgends geben, zu groß und auch Unterschiedlich sind die Ansprüche der Nutzer an so ein Teil. Auch für uns ging es erst einmal darum, herauszufinden wie wir weiter Zelten wollen und was man da am besten für ein Zelt dazu nimmt. Da Tracking in den nächsten Jahren ja ganz weit hinten ansteht und eher die Kinder ganz vorn, musste es ein Zelt mit viel Platz sein, so das man auch mal einen Regentag drin verbringen kann, ohne ch gleich auf dem Pelz zu liegen. Dann musste es ziemlich Windsicher sein, wir zelten ja in Schottland und da bläst es auch mal ab und zu recht kräftig. Deswegen sollte es wenn möglich auch Metallstangen haben und nicht nur dünnes Fieberglasgestänge. Transportiert wird das Zelt mit dem Auto, deswegen war das Gewicht nicht so wichtig. Auch der Preis spielte keine Rolle, ich sehe ein Zelt als Langfristige Anschaffung und da kann es ruhig ein paar Euro kosten. Man will ja im Einsatz keine Pleite erleben. Damit waren die Anforderungen schon mal umrissen und ich begab mich aus Mangel an Alternativen im Internet auf die Suche.

Ein guter Tipp ist auch die Bildersuche nach Familienzelte in der Suchmaschine eurer Wahl. Damit bekommt ihr schon mal sehr viel Abgedeckt und könnt euch über die Formen auf dem Markt informieren. Dabei habe ich/wir festgestellt, das wir kein Zelt mit einem Nebeneingang haben wollten. Der Nutzen schien uns in Sachen Zweckmäßigkeit nicht all zu hoch zu sein.

Man wird ja förmlich erschlagen an Modellen, wenn man sich da nach Familienzelten infomiert. Dazu kommt noch, das man sich ja auf Zeltplätzen auch andere Zelte ansieht (mache ich jedenfalls so) um zu sehen was geht und was man selber als Praktisch empfindet. Ich war mir ziemlich sicher, das ich kein Tunnelzelt haben wollte und all zu lang sollte es auch nicht werden. Dann haben wir uns auch in Hinblick auf Regen in Schottland, auf ein Zelt mit Boden entschieden. Wer schon mal in Schottland im Regen gezeltet hat, weiß ungefähr wie wichtig das sein kann.

Nach ca einem Monat hatte ich mich dann auf die Firma Outwell eingeschossen. Ich hatte natürlich noch 2 andere Firmen im Auge, aber an die erinnere ich mich jetzt nicht mehr. Bei Outwell waren für mich dann zwei Serien Interessant, einmal die Rockwell und die Birdland Serie. Das es die Birdland geworden ist, lag an dem Stahlrohr, welches den Eingangsbereich bildet. Qutwell bietet da auf YouTube ein passendes Promovideo, so das man sich doch ein recht sehr gutes Bild vom Zelt machen konnte.

Die Abmaße waren zum Beginn erst einmal recht "groß", denn bisher haben wir ein 2 Mann Iglozelt benutzt und da muss man sich doch erst einmal umstellen. Auf www.campz.ch kann man sich auch noch einmal in Bilder über das Zelt und seine Feature informieren und auch die Abmaße einsehen.

Outwell Birdland M

Hier seht ihr das Zelt in Ullapool. Selbst wenn die Anleitung sagt, das man zwei Mann/Frau sein soltle zum Aufbauen, so habe ich das Zelt allein in ca 20 min aufbauen können. So man sich nicht zu doof anstellt. Zum Abbauen macht es sich allein wegen dem zusammen legen mit zwei Mann/Frau besser und ist auch in ca 15 min erledigt. Sämtliche Stangen sind farblich codiert, so das man sie an die richte Stelle im Zelt einordnen und dann einbauen kann.

Hier in Ullapool hat es auch die Sturmprobe ohne Probleme bestanden, allein aus diesem Grund mochte ich das Zelt schon super gern. Auch Platzmäßig hiert es das, was wir uns davon versprochen hatten.

Birdland M Innen

Wir nutzen für das Zelt Stapelkisten und Boxen. Zum einen ist es einfacher im Auto zu verstauen und auch sicherer beim Transport. Zum anderen kann nichts aufweichen, sollte mal was flüsiges auslaufen usw. Dann kann man es im Zelt auch besser platzieren. Weiterhin hatten wir noch genug Platz im Vorzelt, so das wir bei Regen drinnen essen und uns auch so beschäftigen konnten.

Birdland M innen

Aber schon nach wenigen Tagen haben wir leider feststellen müssen, das der Unterboden an einer Ecke durch einen Materialfehler die Feuchtigkeit nach innen ließ. Natürlich haben wir nach 3 Wochen internsiver Nutzung noch ein paar Ecken udn Kanten gefunden die nicht optimal waren. So zum Beispiel das bei Regen (da meine ich wirklich Regen) vorn im Eingangsbereich ganz schwer trocken ins Zelt zu kommen war. Auch was die Wassersäule angeht, könnte es bei starkem Regen gern noch besser sein aber für normale Nutzung reicht es voll aus.

Nach unserer Rückkehr habe ich über den Kundensupport von Süd West aber das Problem ohne Lösen können. Leider nicht ganz so wie gewünscht. Da Outwell das Zelt aus dem Programm genommen hatte, gab es leider keinen Ersatz. Süd West bot mir darauf an, den Kaufpreis zurüch zu erstatten, was ich auch angenommen habe. Denn die Nachfolgekollegtion war leider auch noch nicht verfügbar.

Für den Urlaub dieses Jahr haben wir uns dann das Nachfolgemodell Outwell Birdland 4E gekauft. Was wir beim Probeaufbau nicht bemerkt haben, das neue Modell ist leider 50 cm kürzer. Das haben wir dann leider erst im Urlaub beim einräumen mitbekommen. Sicherlich ist es mein Fehler die Größe nicht noch einmal kontroliert zu haben, aber einen Nachfolger 50 cm kürzer zu machen ist schon recht heftig.

Sicherlich, der Platz reicht immer noch, doch bei schlechtem Wetter singt der Kompfort doch recht deutlich. Das merkt man wenn es stark regnet und man im Zelt Essen und kochen muss/will. Dafür hat das bietet es ein paar Andere Sachen, die das Birdland M nicht hat und zum anderen fehlt trotzdem was. So zum Beispiel die Teilung für den Schlafbereich mit den zusätzlichen Taschen.

Birdland 4E Birdland 4E

Dafür haben wir einen ebenerdigen Eingang bekommen und man kann den Eingang überdachen. Genauers könnt ihr euch wieder auf dem Produktvideo ansehen.

Letzendlich ist auch das Birdland 4E ein schönes und gutes Zelt. Wobei ich beim nächsten wieder das 50 cm größere nehmen würde.

Birdland 4E

Im Moment bietet Outwell kein Modell an, was mir zusagt aber ich habe ja nicht schon wieder vor, ein neues Zelt zu kaufen.